Woche 1: Audit und Messung
Bevor eine Kampagne angefasst wird, muss klar sein, was gemessen wird. Deshalb beginnt jede Zusammenarbeit mit zwei Dingen:
- Konto-Audit: Kampagnenstruktur, Suchbegriffe der letzten 90 Tage, Gebotsstrategien, Anzeigenqualität, Einstellungen, die Google standardmäßig zu deinen Ungunsten setzt (Suchpartner, Display-Erweiterung, automatisch angewendete Empfehlungen).
- Tracking-Check: Welche Conversions werden gemessen, sind sie korrekt, doppelt oder gar nicht? Ein Google Ads Freelancer, der diesen Schritt überspringt, optimiert später auf falsche Signale.
Ergebnis der ersten Woche ist eine priorisierte Liste: Was kostet dich gerade am meisten, was bringt am schnellsten etwas, was kann warten.
Monat 1: Struktur und Grundlagen
- Kampagnenstruktur: Trennung nach Absicht und Marge, nicht nach Bauchgefühl. Markenkampagne getrennt von generischer Suche, Shopping nach Produktgruppen mit unterschiedlicher Marge segmentiert.
- Keywords und Negativ-Keywords: Saubere Match-Types und eine Negativliste, die den Suchbegriffsbericht ernst nimmt. Hier versickert in den meisten Konten das meiste Budget.
- Anzeigen: Responsive Suchanzeigen mit Assets, die zur Suchabsicht passen, plus Sitelinks, Callouts und Snippets.
- Landingpage-Abgleich: Passt die Seite zur Anzeige? Lädt sie schnell? Gibt es einen klaren nächsten Schritt? Oft ist die Landingpage der größte Hebel, nicht die Kampagne.
- Gebotsstrategie: Manuell oder automatisiert, je nach Datenlage. Smart Bidding braucht Conversions zum Lernen, sonst rät es.
Laufende Betreuung: Was wöchentlich passiert
Die laufende Arbeit ist unspektakulär, aber sie entscheidet über die Wirtschaftlichkeit:
- Suchbegriffsbericht prüfen, Negativ-Keywords ergänzen
- Gebote und Budgets an Performance und Saison anpassen
- Anzeigenvarianten testen und Verlierer abschalten
- Qualitätsfaktoren beobachten und Landingpage-Signale verbessern
- Conversion-Daten auf Plausibilität prüfen (Tracking kaputt geht schneller, als man denkt)
- Google-Empfehlungen bewerten und meistens ablehnen
Monatlich kommt ein Reporting dazu, das erklärt, was geändert wurde und warum. Zahlen ohne Begründung sind kein Reporting, sondern ein Export.
Was ein guter Google Ads Freelancer zusätzlich kann
- Conversion-Tracking über GA4 und GTM inklusive Consent Mode, Anrufen und Offline-Conversions aus dem CRM
- Performance Max und Shopping mit Feed-Optimierung, nicht nur Kampagnen-Klick
- Landingpage-Beratung: Was muss sich auf der Seite ändern, damit Klicks zu Anfragen werden
- Automatisierung: Skripte für Budgetwächter, Anomalie-Alarme, Suchbegriffs-Reports
- Ehrliche Einschätzung: Sagen, wenn Google Ads für dein Angebot nicht der richtige Kanal ist
Was ein Google Ads Freelancer nicht macht
Zur Klarheit auch das: Ein Freelancer garantiert keine Ergebnisse, weil er Nachfrage, Wettbewerb und dein Angebot nicht kontrolliert. Er ersetzt keine Landingpage-Entwicklung, auch wenn er sie berät. Und er ist keine Vollzeit-Marketingabteilung. Dafür bekommst du etwas, das in Agenturen selten ist: Jemanden, der dein Konto wirklich kennt, weil er es seit dem ersten Tag selbst bedient.
Woran du einen guten Google Ads Freelancer erkennst
- Er fragt zuerst nach deinem Geschäftsmodell und deinen Margen, nicht nach dem Budget.
- Er will Tracking sehen, bevor er über Kampagnen spricht.
- Er nennt Referenzen mit Namen und Zahlen, die du nachprüfen kannst.
- Er erklärt Entscheidungen so, dass du sie verstehst.
- Er arbeitet in deinem Konto, nicht in seinem.
- Er sagt dir, wann er nicht die richtige Wahl ist.